DIE PHANTASIE DER NACHKRIEGSZEIT

Notspielzeug

Die Leitidee

Kreativität in Notzeiten – Spielzeug in der Nachkriegszeit

Die Themen

Notspielzeug ist selbstgemachtes Spielzeug – schlicht und liebevoll – verbunden mit vielen Geschichten und dazugehörenden Fotos

Die Ausstellung

Das parzitipative Konzept der Sonderausstellung mit samt ihren Inhalten, das vom Nürnberger Spielzeugmuseum unter der Leitung von Frau Dr. Falkenberg entwickelt wurde, mit Leben zu erfüllen und in ein emotionales Ausstellungdesign zu verwandeln war der Auftrag an uns. Diese Sonderausstellung zeigt in einer sehr emotionalen Weise, wie man sich direkt nach dem Krieg, in größter Not, mit selbstgebautem Spielzeug das Leben etwas lebenswerter gemacht hat. Die Exponate sind in mühevoller Handarbeit in den Jahren zwischen 1943 und dem Ende der 1950er entstanden. Ein ganz besonderes Merkmal dieser Ausstellung ist das aktive Mitwirken der Bevölkerung. Etwa 170 Menschen aus der Umgebung, die das Kriegsende als Kind selber miterlebt haben und ihre persönlichen Spielsachen über Jahrzehnte aufbewahrt haben,  meldeten sich auf einen Aufruf des Museums. Deren Leihgaben und Schenkungen sind nun in der Ausstellung zu sehen. Neben filigran gearbeiteten Puppen sind zum Beispiel auch Blickfänger, wie ein selbst gebautes Paddelboot aus einem alten Flugzeugtank, Feuerwehrautos, liebevoll gestaltete Brettspiele und sogar ein aus Gasmasken gebasteltesKinder-Roulette zu bestaunen. Die rund 50 Exponate sind eingebettet in eine Vielzahl an originalem Fotomaterial, handgeschriebenen Notizen und persönlichen Erinnerungen, die man sich an einer Audiostation anhören kann. Die Aufgabe von Impuls-Design war die Gestaltung und Realisierung der Ausstellung. Hierbei wurde ganz besonders Wert darauf gelegt, Material aus der Zeit zu verwenden – nämlich Hartfaserplatten, Dachlatten und Filz. Aus diesem Material wurden damals z.B. Wohnungen geteilt, um Wohnraum für die Menschen zu schaffen. Fotos im Direktdruckverfahren auf die Hartfaserplatten verstärken die Emotionalität. Die Grafik arbeitet mit Schreibmaschinenschrift, die Überschriften sind mit Kreide aufgebracht. Diese Ausstellung ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie ein Museum partizipativ und emotional nach außen wirken kann.

Presseberichte

1) Nürnberger Nachrichten

2) Mittelbayerische Zeitung

Daten & Fakten

Ort
Nürnberg
Eröffnung
Juni 2015
Auftraggeber
Spielzeugmuseum Nürnberg / Museen der Stadt Nürnberg
Ausstellungsfläche
110 m2